Das Wohnklo
Erfüllung des Grundbedürfnisses Wohnen unter Beachtung der Verfassung
Der Text auf der gesamten Seite ist gemeinfrei. und wird auch gemeinfrei bleiben - versprochen.


Jeder Mensch braucht Bett, Klo, Dusche, Regal für Kleidung und eines für Dokumente, Strom für Kühlschrank und Kommunikationsgeräte. Da die ID Austria ziemlich stark... gewünscht wird, braucht man auch ein Ding, mit dem man es bedienen kann, Computer oder Mobiltelefon. Das ist nicht lebensnotwendig, aber notwendig. Bis jetzt kann zwar der Zugang zum Strom gesperrt werden, aber niemand erklärt dem Opfer, wie es sich ohne Strom informieren oder etwas beantragen kann. Das österreichische Recht ist veraltet. Mittlerweile BRAUCHT man Strom. Es ist daher nicht erlaubt, jemanden den Strom abzudrehen - oder es zumindest nur auf ein Minimum reduzieren. Für Wasser gibt es diese gesetzliche Regelung bereits.
Bett und Klo, weil man das immer braucht, Dusche, weil man nicht stinken will, Waschmaschine, damit man die Wäsche waschen kann, weil man nicht schmutzig sein will, Kühlschrank zum Saft, Milch und Wurst reinstellen und dafür natürlich Strom. Ich denke, das versteht jeder.
Das ist das absolute Minimum, um ein menschenwürdiges und verfassungskonformes Leben zu führen.

In Sicherheit zu schlafen, ohne zu erfrieren oder abgestochen zu werden, erfüllt das Verfassungsrecht auf Leben, und auch auf Gesundheit, denn Schlafen, Brunzen und Scheißen gehört wie Essen und Trinken zu den physiologischen Grundbedürfnissen. Als kleine Kinder haben wir gelernt, dass Eltern und Pfarrer und später die Lehrerin niemals aufs Klo gehen. Manche Politiker für Soziales glauben das bezüglich Erwachsenen immer noch.
Generell bedeutet "Gesundheit" nicht "Physiologie" oder "Abwesenheit von Krankheit", sondern einfach nur machen, was ein normaler lebendiger Mensch machen muss, und das ungestört.
Immer seine/ihre Verdauungsprodukte ausscheiden und korrekt (so, dass man nicht erfriert oder abgestochen wird) schlafen zu können, erfüllt also auch das Verfassungsrecht auf Gesundheit.
Wichtige Dokumente sicher zu verwahren ist das Recht eines offiziellen Menschen, und Kleidung muss man manchmal wechseln, möchte die ausgezogene aber behalten und waschen. Hier sehe ich das Verfassungsrecht auf Eigentum.
Die Privatsphäre wird schon fast nervend "geschützt", wir lesen das gar nicht mehr. Warum wird nicht die richtige Privatsphäre eines jeden Menschen geschützt, also Bett, Klo, Briefe und Dokumente? Die eigenen Dokumente und Sachen muss man sicher verwahren können, wie auch seinen Körper, wenn er schläft.

Obdachlosigkeit ist also mehrfach verfassungswidrig und daher strengstens verboten.

Jeder Mensch bekommt daher ab der Geburt im Eigentum ein Wohnklo. Das können gern die Eltern bis zu einem bestimmten Alter benützen, ist aber grundsätzlich Eigentum des Kindes, und es allein darf darüber bestimmen.
Der Container darf aber nicht außer Landes gebracht werden, nur alle zehn Jahre gratis umziehen (oder alle fünf Jahre zum halben Preis).
Hiefür muss ein landesweites Netz an anschraubbaren Abflüssen und Frischwasseranschlüssen installiert werden.

Stahlcontainer gehen nicht; die leiten die Temperatur zu stark. Dann ist es im Winter zu kalt und im Sommer zu heiß. Aber die Größe passt - TEU: 6,05*2,43*2,59 außen. Vielleicht machen wir sie einfach aus einem anderen Material. Aber den Stahlrahmen können wir lassen.
Und vorn dran ein Klo mit einem großen Loch für den Abfluss und natürlich Zufluss von Frischwasser und Wärme.
Man kann auch Gemeindewohnungen zu Wohnklos umfunktionieren. Da braucht man nur Wände und Klo.
Einen "Schlüssel" muss ich mir noch ausdenken. Ich bevorzuge hier etwas Mechanisches ohne Strom und Elektronik.


Folgendes muss verfassungsrechtlich auf jeden Fall immer gesichert sein:


Nahrung

Hier gilt auch die Regel:
Jeder Körper ist das absolute Hoheitsgebiet des Innewohnenden.

Ausscheidung, also ein Klo

Hier gilt auch: Da man nicht auf Knopfdruck einschlafen kann, muss das korrekte Bett immer zur Verfügung stehen, und der Schlaf darf nicht gestört werden.

Ich muss hier auch auf eine Wechselwirkung zwischen Ausscheidung und Schlaf aufmerksam machen. Wenn man aufs Klo muss, kann man nicht schlafen. Daher muss auch das Klo immer zur Verfügung stehen.

Schlaf

Dusche mit Warmwasser

Ein Mensch, der unter andere Menschen geht, möchte nicht stinken oder schmutzig sein. Das wird von den Mitmenschen auch nicht akzeptiert.
Und es ist auch nicht angenehm, in der Kälte zu duschen. Ein bisschen Wärme muss sein.

Zugang zum Wäsche waschen

Strom für Kühlschrank

Diesen Strom kann man auf eine kleine Menge begrenzen, wenn man kleinlich ist, aber er ist Grundrecht und muss daher immer zur Verfügung stehen.
Alternativ könnte man jedem Menschen einen Generator anbieten, mit dem er sich den Strom selbst herstellen kann.

Strom für Kommunikation

Strom für Licht

Privatsphäre (Absperrbarkeit des Wohnklos)


Eigentum, Platz für Kleidung und Dokumente, Sachen und Zeux

Falls jemand viele Bücher o.Ä. hat, kann man noch einen Raum dazuhaben, aber nicht gratis. Oder sollen wir Bücher zum Grundrecht erklären, weil man sie für die geistige Entwicklung braucht? Überleg ich mir noch.


Eine Kochstelle wäre auch gut, ist aber nicht lebensnotwendig. Und man kann ja auch für mehrere kochen. Dann braucht man mehr Platz, den man im eigenen Wohnklo nicht hat. Und für mehrere kochen ist ökonomischer.
Man möchte sich manchmal einen Tee machen, oder braucht ihn, wenn man krank ist. Da sollte ein Mikro auch reichen.
Zum Essen und Wäsche waschen würde ich daher einen Gemeinschaftsbereich empfehlen.
Ein Waschbecken, in dem man Zähne putzen und Häferl abwaschen gleichermaßen kann, muss auch ins Wohnklo.
Als Investition ist also nur notwendig, ein paar Quadratmeter, ein Klo und Warmwasser zu schaffen. Ein Bett braucht zwei Quadratmeter, Raum für Eigentumsregale auch ein paar. Stellen wir die Regale auch jedem Menschen zur Verfügung?


Woanders auf der Welt heißt dieses Sichern der Grundbedürfnisse "housing first". Auch in Österreich gibt es die Idee, aber ohne praktische Gegebenheiten zu schaffen, wie zB Wohnklos. Englisch ist aber nicht die Sprache der praktizierenden Länder, aber es ist eine gute Idee.
Natürlich ist eine größere Wohnung besser. Aber das werden wir nicht so schnell in die Köpfe der Menschen reinkriegen. Und ein Wohnklo ist schon eine große Verbesserung zur Obdachlosigkeit.

Grundsätzlich sind wir in einer Phase der Zivilisierung, wo wir langsam erkennen, dass ein Mensch nicht nur Nahrung zum Leben braucht, und werden das forcieren.


Hier habe ich aus einer Einzimmerwohnung 2 Wohnklos gebaut:
Die Längenangaben am Rand stimmen nicht immer, weil ich einige Wände verschoben habe. Und die Wände sind immer noch nicht ganz fix.
Eigentlich ist nur der Raum mit dem Klo und der Dusche das Wohnklo nach meinen Vorstellungen, für die Habseligkeiten ist der andere Raum.

Es geht auch so:


Drei gehen auch. Ist dann aber irgendwie nicht mehr gleichberechtigt. Aber wenigstens ist keiner verfassungswidrig.

Ich kann mich an die Schillinghotels des vorigen Jahrtausends erinnern. Die wurden von Obdachlosen genutzt. Die wussten schon damals, was sie verfassungsmäßig brauchen, Politiker bis heute nicht.